Da sind wir wieder mit dem Harley-Davidson Meeting Ruhrpott.
Das fand dieses Jahr zum 30. Mal statt, natürlich wieder in der Henrichshütte Hattingen.
Und wie fast jedes Jahr war ich wieder mit Bini da.
Und ich fange gleich mal mit dem Genörgel an. Es war brüllend heiß und der Getränke- und Fressbuden-Inhaber hat jetzt wohl eine Monopolstellung. 5.-€ für ein 0,33 l Fäschchen Softdrink ist einfach eine Unverschämtheit!
Da bin ich dann für nächstes Jahr raus.
Ansonsten war das wieder eine super Veranstaltung!
Vor etwa 3-3 Jahren habe ich auf einen Trödelmarkt in eine Kramkiste eine sehr gut aussehende Canon Ixus 185 gefunden. Meine Frage: "Funktioniert die noch?"
Antwort: "Nee, glaub nicht!"
Kabel und Ladegerät sind natürlich nicht vorhanden. Ein Akku und eine Speicherkarte stecken drin, aber es kommt kein Pieps, Nach kurzer Verhandlung und einer Vermögensverschiebung von 4.-€ gehört der vermeintliche Elektroschrott dann mir.
Wie von meiner Bini erwartet, verschwindet das Teil zunächst in den Tiefen meiner Kamerasammlung.
Letzte Woche gerät sie dann wieder in meine Finger und ich riskiere es. Ich bestelle ein Ladegerät für den Akku.
Das kostet mehr als die Kamera und ich bin jetzt bei 11.- € Gesamtpreis angelangt. Aber der Akku lädt sich tatsächlich noch auf. Und dann....die Kamera lässt sich einschalten.
Kurz eingestellt, dabei übersehen, dass das Datum eingeblendet wird und am nächsten Tag ab nach Dortmund um sie auszuprobieren.
Der Test in Kürze:
Die Kamera ist 9 Jahre alt, natürlich nur noch gebraucht erhältlich und kann mit ihren CCD Sensor 20 Megapixel. Filme in HD kann sie angeblich auch, habe ich aber noch nicht ausprobiert.
Das Menue ist recht überschaubar und einfach. Bei schwachen Licht sollte man sie gleich in der Tasche lassen. Das Bildrauschen ist furchterregend.
Die Bilder sehen auf dem kleinen Bildschirm der Kamera schlimmer aus als später auf dem Rechner.
Für Männerhände ist sie viel zu chic! Ich bin ja große und schwere DSLR gewohnt. Dafür passt die Kamera aber gut in das Handtäschchen.
Und hier noch mal alle Testbilder in einer Slide-Show.
Nach einen zügigen, etwa 3 km langen Fußmarsch, komme ich dann am Industriemuseum Ennepetal an und freue mich über die Reihe alter Opel direkt am Eingang. Die filme und fotografiere ich auch sofort, bevor ich mich schleunigst auf die Suche nach Getränken mache.
Anschließend geht es dann weiter. Im vorderen Bereich, also am Museumseingang drängen sich die Massen, aber hinten auf dem Schotterplatz ist es dann ruhiger.
Nach ausgiebiger Knipserei mache ich mich dann so langsam auf den Rückweg.
Gleißendes Sonnenlicht und unerträgliche Hitze, eigentlich zwei gute Gründe um zu Hause zu bleiben. Dagegen spricht aber, dass der Kaffee alle ist und ich wieder eine Challenge gestartet habe. Ich habe mich nun zum zweiten Mal an das Nord-Süd-Projekt herangewagt und nun 994 Kilometer zu Fuß vor mir.
Also geht es nun zu Fuß nach Haßlinghausen, Kaffee kaufen und wieder zurück. Dann sind es nur noch 984 Kilometer. Also schon fast fertig.
Der Hinweg klappt ganz gut, langsam gehen, viel fotografieren und viel trinken.
Der Rückweg zieht sich dann ein wenig und ich weiß jetzt, was Goldaugenbremsen sind, nämlich blutsaugende Mistviecher.
Aber ich habe am Ende 10 km abgehakt, neuen Kaffee im Schrank und eine kleine Bildershow für euch.