Sonntag, 9. August 2015

Schloss Burg an der Wupper

08.08.2015

Einfach mal ein schöner kleiner Ausflug, schön ruhig und ohne irgendein Event. Wir entscheiden uns für Schloss Burg an der Wupper in Solingen-Burg.
Ein schönes kleines Städtchen im bergischen Land mit tollen alten Fachwerkhäusern und der größten rekonstruierten Burganlage in Nordrhein-Westfalen.




Vom Tal aus kann man die Burg auch mit der Seilbahn, ich würde sie eher als Sessellift bezeichnen, erreichen.
Wir brauchen die Seilbahn nicht, ganz in der Nähe der Burg finden wir einen kostenfreien Parkplatz. Das ich sowas noch mal erleben darf...


Die Burganlage ist wirklich riesig. Die kann man stundenlang erkunden.






Ein Reiterstandbild gibt es dort auch. Es zeigt Engelbert II. von Berg, Erzbischof von Köln, Kurfürst, Reichsverweser und damit Stellvertreter des Königs. Nicht ein braver Kirchenmann, als der er häufig dargestellt wird, sondern ein Machtmensch und rücksichtsloser Politiker, 
Am 7. November 1225 wurde er in Gevelsberg erschlagen. 



Natürlich gibt es hier auch ein ganz nettes Museum. Stellvertretend für die vielen Ausstellungsstücke zeige ich hier einmal einen ausgestopften Hirsch. Habe ich so auch noch nicht gesehen.



Hatte ich oben noch etwas von einen ruhigen Ausflug ohne irgendein Event geschrieben? Tja da bin ich reingefallen. 
Zufällig, ohne das wir es wussten waren eine Menge Rittersleute in der Burg, die dort Streitigkeiten austrugen. 




Auch einer Hexe soll es an den Kragen gehen, was allerlei Kurzweil verspricht. Geknebelt und in Ketten gelegt ist sie schon.


Blöderweise gewinnt mal wieder der Gute und die Hexe darf gehen. Oller Spielverderber!


Und dann entdecke ich noch mein ganz persönlichen Highlight des Tages. Die Wahrsagerin. Ich liebe diese alten Automaten. Sie erinnern mich an die Kirmesbesuche meiner Kindheit. Also damals in den frühen 70er Jahren, als man mit 2.-Mark den ganzen Tag auf der Kirmes auskam. 
Die Wahrsagerin, die ich damals ein wenig gruselig fand, kostete 10 Pfennig. Man legte die Hand auf die Platte, warf den Groschen ein,zog den Knopf und eine Karte mi den Lottozahlen, der Glückszahl und einen kurzen Text mit guten Ratschlägen kam heraus. Heute muss man 20 Cent einwerfen. Funktioniert aber immer noch.




Nachdem mir treffsicher die Zukunft vorhergesagt wurde, kaufen wir in Burg noch dort hergestellte Zwieback. In dem Geschäft gibt es auch Kaffee aus der Dröppelminna. 
Das ist eine Kaffeekanne mit Zapfhahn. Damit der Kaffee warm bleibt, wird unter die Kanne ein Stövchen gestellt. Die Dröppelminna ist keine Kaffeemaschine. Aufgebrüht wird der Kaffee in einer anderen Kanne. 
Vor dem Geschäft steht eine nicht mehr benutzte. 
Und das war es dann auch für heute. Ich hoffe, es hat euch gefallen! 




Kommentare:

  1. Das war ein erholsamer Tag auch wenn ein böser Fotoknips dabei war ...............schreit nach Wiederholung

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    1. Da musst du halt durch,weil nur der liebe Fotografierende im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist und das Familienfahrzeug mit Verbrennungsmotor bewegen darf :-P

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  2. Sehr interessanter Ausflug mit schönen Fotos :)

    Die Dröppelminnas kenne ich, habe auch eine aus Zinn, bei mir laufen sie dennoch unter "Kaffeemaschine" zumindest in der gleichen Rubrik *lach* man könnte darin auch Kaffee aufbrühen wie Tee.
    Also mir haben sie jedenfalls sehr gut gefallen :)

    Liebe Grüße
    Björn :)

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