Samstag, 5. April 2014

Alle haben es eilig...

...ist der Titel des Bildes unten. Ich hatte es heute nicht eilig, aber trotzdem den ganzen Tag zu tun.
Genau genommen fing das ganze Elend schon am Mittwoch an, als eine gewisse Frau mich auf der Dienststelle anrief und mich schonend darauf vorbereitete, dass ich nach Feierabend ein paar Möbel schleppen darf.
Meiner Eltern hatten sich eine neue Sitzgarnitur gekauft und die alte musste raus. Also ein paar Treppen hinunter und vor das Haus. Klingt einfach, aber die Sitzgarnitur bestand aus guter deutscher Eiche mit fetten Lederpolstern. Jeder Sessel war breiter als der Türrahmen und musste ordentlich herausrangiert werden. Vom Sofa rede ich lieber erst gar nicht.
Meine vorsichtige Frage an eine gewisse Frau, was denn anschließend mit den Möbel geschehen soll, wurde abgewiegelt "Damit hast du nichts zu tun. Helmut kennt einen Bauern, der leiht ihm seinen Anhänger und dann bringen Papi und er dass zum Müll."
Ahnt jetzt jemand was?
Genau! Gestern Abend kam dann der Anruf meines alten Herrn. Frage: "Wie stellst Du dir das denn Morgen mit dem Wegbringen vor?"
"Ähhhhhh.....ich dachte Helmut besorgt einen Anhänger."
"Neeee, das ist ja so ein ganz großer Anhänger für Viehtransport und so. Das geht nicht. Aber du hast doch ein großes Auto...."
Also ich habe einen Toyota und keine Tardis. Mein Gefährt ist innen nicht größer als außen. Und beim besten Willen passt so ein Monstrum aus Eiche und Leder nicht da rein. Noch nicht mal einer.
Also wurde die Sitzecke erst mal mit dem Vorschlaghammer in Form gebracht, die Rücksitze aus dem Auto ausgebaut, der Beifahrersitz umgeklappt und dann passten das ehemalige Sofa, und ein halber Sessel hinein. Leider aber kein Beifahrer mehr.
Dafür durfte ich auch zwei Mal fahren.
Morgens um 08:30 Uhr, ging es dann zum "Wertstoffland".

Liebe Kinder, das Wertstoffland ist total toll. Wenn man ganz viel Müll sammelt kann man damit da hin fahren, zahlt nur etwa so viel Eintritt wie in ein anders Land, z.B. Phantasialand, und darf den ganzen Müll dann ganz alleine in einen großen Container werfen...Juhuuu!
Nach zwei Mal Wertstoffland (Marketinggeblubber für Müllannahmestelle) war ich das Zeug endlich los.

Und weil der Wagen jetzt nicht nur außen von Saharasand und Blütenstaub, sondern auch innen dreckig war ging es erst einmal durch die Waschstraße. Die war total gründlich. Der ganze Dreck ging ab. Leider auch das Reserveradcover. Das führte zu einen Notstop der Waschstraße. Als mein Deckel sicher geborgen war ging es dann weiter. Das Cover war ordentlich zerkratzt und braucht jetzt in Zukunft ein wenig Arbeit.
Mittags habe ich dann Bini zum Bahnhof gebracht. Sie fährt ein paar Tage in den Osten.
Und ich nutzte die Gelegenheit um am Bahnhof ein Paar Bilder zu knipsen.



Und heute Abend hatte ich es dann zwar immer noch nicht eilig, war aber trotzdem zügig unterwegs. Ich habe mir die Stöcke geschnappt und ein wenig auf nordische Art gewalkt.
Also ein ganz normaler Samstag...

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